ARGE im Kreis Recklinghausen unfähig?

Der Geschäftsführer der ARGE in Recklinghausen (Vestische Arbeit), Ulrich Lammers(CDU), ist seit April 2007 nicht mehr zum Dienst erschienen. Seit April entwickelt er Konzepte(?) zu Hause, und das bei VOLLEN Bezügen(Besoldungsgruppe A15). Die Arbeit in der „Vestischen Arbeit“ läuft ohne ihn.

Wie kam es zu dieser Ungeheuerlichkeit, und wie wird damit umgegangen?
Wenn man für 20 Arbeitsstunden im Monat 500 Euro bekommt sind das 6000 Euro im Jahr. Für jeden Hart-IV-Empfänger eine Menge Geld, doch ein Hartz-IV-Empfänger bekam dies nicht. Bekommen hat es der Geschäftsführer der „Vestischen Arbeit“ Ulrich Lammers(CDU), und das zusätzlich zu seiner Beamtenbesoldung (A15). Lammers leitete sieben Jahre das Städtische Altersheim “Grullbad“ im Nebenjob, trotzdem er schon Stellvertretender Chef des dortigen Sozialamtes war. Ende 2004 wechselte Lammers in die „Vestische Arbeit“ und unterschrieb beim Kreis Recklinghausen(der Kreis ist zusammen mit der Agentur für Arbeit Träger der Sozialbehörde „Vestische Arbeit“) die Selbstverpflichtung, schnellstmöglich eine Nachfolgeregelung für das Amt des Altenheim-Geschäftsführers zu finden. Nicht nur das Lammers weiter Geschäftsführer vom „Grullbad“ blieb, er kassierte auch weiter; und auch die Stadt Recklinghausen kassierte für Lammers Tätigkeit mit, und zwar 10 000 Euro pro Jahr erhielt die Stadt Recklinghausen von ihrem eigenen Altersheim dafür, das Lammers während seiner Dienstzeit als stellvertretender Sozialamtsleiter und späterer Chef der „Vestischen Arbeit(VA)“ 20 Stunden pro Monat im „Grullbad“ tätig war. 2007 wachte der Kreis auf und kürzte der Stadt die Personalkostenerstattung für VA-Geschäftsführer Lammers rückwirkend.

Als der Kreis zuvor des Öfteren auf die Einhaltung der Selbstverpflichtung durch Lammers bestand, konnte er aber(der Kreis) nicht durchgreifen. Dies war ein Konstruktionsfehler der „Vestischen Arbeit“, denn Lammers ist Beamter der Stadt Recklinghausen, sein Dienstherr ist Bürgermeister Wolfgang Pantförder (CDU).
Im Jahr 2006 wurden dann noch mehr Ungeheuerlichkeiten des Herrn Lammers öffentlich gemacht. Durch die beiden Geschäftsführerposten machte er es möglich, das im Altersheim „Grullbad“ 40 sogenannte Ein-Euro-Jobs eingeführt worden sind. Von seinem früheren Arbeitgeber, der Stadt Recklinghausen, war Lammers – damals noch in der Funktion als stellvertretender Leiter des Sozialamtes -jedoch als Altenheim-Geschäftsführer eingesetzt worden. Durch seine Doppelfunktion soll er, so der Vorwurf, Ein – Euro – Kräfte in dem von ihm geleiteten Altenheim eingesetzt und dadurch regulär Beschäftigte ausgebootet haben. Dies schien für die Kommunalaufsicht ein Interessenkonflikt erkennbar zu sein, da es zu Kündigungen von Altenheim-Stammpersonal auch noch gekommen ist.
Doch statt er sein Amt als Altenheim-Geschäftsführer niederlegte, wehrte sich das CDU-Mitglied- das nebenbei noch einen Handel mit Sozialamts – Software betrieb und nebenberuflich noch 25 Arbeitstage als Dozent unterwegs ist. „Bürgermeister Wolfgang Panförder (CDU) lege größten Wert darauf, dass er die Geschäftsführer-Funktion im Altersheim weiter ausführe“, betonte Lammers ausdrücklich. Der Kreis mahnte zwar die Stadt Recklinghausen an, man sollen diesen Zustand beenden; Aber passiert ist 2006 nichts.
Erst durch die Anzeige eines Recklinghäuser Ratsmitglied und dem Beginn staatsanwaltlicher Untersuchungen ist Lammer, dessen Dienst 80 000 Euro im Jahr zu Buche schlagen, nicht mehr Altenheim- Geschäftsführer. Aber er ist weiterhin noch Geschäftsführer der „Vestischen Arbeit“- zumindest auf den Papier, denn wie eingangs schon erwähnt wurde, ist es seid April 2007 zu Hause-natürlich bei VOLLEN Bezügen(Besoldungsgruppe A15).

Nun scheint es aber Bewegung auf der politischen Bühne zu geben. Die neue Chefin der Recklinghäuser Agentur für Arbeit Astrid Neese hält angesichts der ihr bekannten Fakten eine Rückkehr Lammers´ ins Amt des Geschäftsführers der „Vestischen Arbeit“ für undenkbar.

Unklar ist, ob es kurzfristig eine Neubesetzung für die Lammers-Stelle geben wird. Die Trägerversammlung am 05.März müsste für eine Abberufung des Geschäftsführers ein eindeutiges Votum geben. Die Stadt Recklinghausen, mit ihren Bürgermeister W. Pantförder hat eine entscheidende Stimme.

© 03. Februar 2008 Hermann Stehr

Weitere Informationen:
Solidaritätsinitiative Recklinghausen

Erwerbslosenforum – PDF Datei 3,59 Kb

Quellen:
Dattelner Morgenpost
WAZ

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One Response to ARGE im Kreis Recklinghausen unfähig?

  1. Roland -Stuhler sagt:

    Abs: Karoline Roland & K.H.Günter Stuhler,Westfalenstr. 62 ,45661 RE
    Tel 02361-49 50 848

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit der Bitte um Weiterleitung des Bereiches Soziales und Gesundheit

    Wir sind zwei Hartz IV Empfänger und es kann doch nicht sein, dass wir keine
    Rechte haben
    Ich Karoline Roland lebe derzeit in einer 49qm großen Wohnung und ich würde ganz gerne mit meinem Partner Herrn K.H. Günter Stuhler zusammen ziehen, was die Arge in Recklinghausen uns aber untersagt.
    Im Februar haben wir bei der Arge den Wunsch geäußert zusammenzuziehen, da mein Partner von seinem Arzt eine Bescheinigung bekommen hat, er kann und darf nicht mehr alleine in Gelsenkirchen in seiner Wohnung wohnen, da er unter erheblicher Platzangst leidet. Da er Nachts des öfteren wach wird, Schweißausbrüche bekommt und eben halt diese Platzangst hat, sollte er ein eigenes Zimmer für sich haben, dass aber in einer 49qm Wohnung nicht machbar ist. Dieses bestätigten auch zwei Damen von der Vestischen Arbeit, die uns besucht haben. Es wäre unzumutbar mit zwei Personen in der Wohnung zu leben, so die Aussage der zwei Damen! Wir erzählten den zwei Damen unsere Geschichte, auch dass ein Herr Hemmann von der Arge sich stur stellt und uns eine größere Wohnung, die sich hier im Haus befindet, nicht genehmigt. Die beiden Wohnung nicht machbar ist. Dieses bestätigten auch zwei Damen von der Vestischen Arbeit, die uns besucht haben. Es wäre unzumutbar mit zwei Personen in der Wohnung zu leben, so die Aussage der zwei Damen! Wir erzählten den zwei Damen unsere Geschichte, auch dass ein Herr Hemmann von der Arge sich stur stellt und uns eine größere Wohnung, die sich hier im Haus befindet, nicht genehmigt. Die beiden Da sehen wir kein Problem drin. Hier geht das aber auf keinen Fall, hier können sie zu zweit nicht wohnen. Als wir also im Februar zur Arge hingegangen sind, um eine größere Wohnung zu beantragen, hat der Sachbearbeiter Herr Bollig nicht mal Kenntnis von diesem Schriftstück, dass mein Partner von seinem Arzt bekommen hat einen Blick gewürdigt Er legte dieses bei Seite, mit den Worten, den brauchen wir nicht und dieses Mietangebot werde ich ihnen nicht genehmigen, denn die Wohnung ist ganz einfach zu groß.Wir haben dem Herrn Bollig gesagt, da sie die Miete von 288.- Euro übernehmen, sind wir gerne bereit den Rest der Miete dazu zuzahlen, aber auch darauf ließ er sich nicht ein. Sie zahlten ihm zwar ab dem 01.03.09 seinen Lebensunterhalt, “ohne Antragstellung in Recklinghausen. Das gleiche wurde im April vollzogen und aber auch gleich wieder rückgängig gemacht, weil die Arge sich nicht einig war, wer zu diesem Zeitpunkt für Herrn Stuhler zuständig war. Also bekam er für April keinerlei Zahlungen und auch für Mai und Juni nicht. Das bedeutet, dass er mittlerweile drei Monate Mittellos ist. Auch mir haben sie die Unterhaltskosten gekürzt, weil sie der Meinung waren, Herr Stuhler würde bei mir in der Wohnung mit wohnen. Das gab ich meinem Rechtsanwalt in die Hand, mit der Bitte um Nachzahlung.

    Dieses bezieht sich bereits auf drei Monate. Die Aussage des Herrn Hemmann wiederum ist, wir müssen keine Nachzahlung leisten. Und nun im Juni habe auch ich keinen Unterhaltvon der Arge bekommen, weil laut Aussage von Herrn Hemmann kein neuer Antrag eingegangen ist. Dem ist aber nicht so. Der Antrag wurde ordnungsgemäß abgegeben Weil ich zu dem Zeitpunkt schon eine andere Sache mit der Arge über einen Rechtsanwalt zu klären hatte, haben wir dem Rechtsanwalt diese Sache auch noch in Händen gegeben.
    Selbst er stößt bei der Arge auf taube Ohren. Mittlerweile haben Mittlerweile haben
    wir einen anderen Sachbearbeiter von der Arge, den Herrn Hemmann, doch es gibt
    kein Weiterkommen.Nun die eigentliche Angelegenheit, warum ich mich an Sie
    wende. Wir wissen keinen Rat mehr.
    Mein Partner war am 28.04.09 wieder bei mir zu Gast. Er leidet schon seit geraumer Zeit an ein Hüftleiden und an diesem Tag ist was schreckliches passiert. Er war auf dem Weg ins Bad, brach dann in der Tür zum Wohnzimmer unter Schmerzen zusammen und stürzte so schlimm, dass er alleine Im Moment
    nicht mehr auf die Füße kam. Ich half ihm auf, aber er hatte solche Schmerzen, dass er gleich wieder in sich zusammenbrach. Ich schleppte ihn auf die Couch und musste gleich einen Krankenwagen anrufen, der auch innerhalb ein paar M inuten da war. brachten ihn in die Klinik mit den Worten: “ Es muss eine Notoperation vorgenommen werden. Als ich im Krankenhaus mit dem Chefarzt gesprochen habe und der mir mitteilte, dass die Hüftkugel abgerissen ist und somit gleich operiert werden muss, wusste ich was in Zukunft auf mich, bezw Herrn Stuhler zu kommt. Ich habe mit brachten ihn in die Klinik mit den Worten: “ Es muss eine Notoperation vorgenommen werden. Als ich im Krankenhaus mit dem Chefarzt gesprochen habe und der mir mitteilte, dass die Hüftkugel abgerissen ist und somit gleich operiert werden muss, wusste ich was in Zukunft auf mich, bezw Herrn Stuhler zu kommt. Ich habe mit meinem Partner einen Tag nach seiner OP gesprochen und gesagt, da du jetzt auf Hilfe angewiesen bist, ist es doch besser, dass du aus Gelsenkirchen ganz wegziehst und zu mir ziehst. Und so meldete ich ihn dann am 30.04.09 hier in Recklinghausen an, obwohl er in Gelsenkirche seine Wohnung auch noch hat. Die aber in Kürze aufgelöst werden soll, sofern in Recklinghausen eine geeignete Wohnung für uns genehmigt wird. Herr Stuhler wurde am 06.05.09 aus der Klinik en entlassen Im Moment bewegt er sich mit Gehhilfen, da es für den verordneten Rollstuhl, den dener benötigt absolut keinen Platz hier in der Wohnung gibt. Auch auf das Krankenbett, was ihm verordnet wurde muss er verzichten, weil auch da kein Platz für vorhanden ist, also schläft er momentan auf der Couch. Was kein Zustand ist. Das schlimmste an der ganzen Sache kommt aber jetzt erst. Da Herr Stuhler auf Thrombosespritzen und Tabletten, sowie Massagen angewiesen ist, diese sich aber nicht besorgen kann, da er schon seit drei Monaten Mittellos ist, reagiert auch dem entsprechend sein Körper.

    Nun fragen wir uns “ wie soll das weitergehen “. Hat die Arge das Recht dazu mit der Gesundheit eines Menschen zu spielen????
    Wir können machen was wir wollen, wir bekommen bei der Arge kein Recht, deshalb haben wir uns an Sie gewand.
    Wir wissen nicht mehr weiter und bitte um Hilfe und Unterstützung.

    Jetzt stellt sich allerdings noch die Frage: Wie hoch mag wohl die Dunkelziffer sein von gleich betroffenen?

    Mit freundlichen Grüßen

    Karoline Roland und K.H. Günter Stuhler

    Tel: 02361-3707 287

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