ARGE Recklinghausen und es nimmt kein Ende Teil 2

Der verschwundene ALGII Antrag

Am 11.12.2007 stellte ein Mann einen Antrag auf Hartz-IV. Dieser Mann war vorher 6 Wochen in einem sozialversicherungspflichtigen Beruf, den er innerhalb der Probezeit aus Gesundheitlichen gründen aufgeben musste. Am 12.12.2007 gab er den Antrag ausgefüllt und ORDNUNGSGERECHT selbst wieder bei der Arge ab. Am 04.01.2008 machte dieser Mann einen Besuch bei einem privaten Arbeitsvermittler. Als es darum ging, einen Vermittlungsgutschein vorzulegen, kam es zum ersten Niederschlag. Der Arbeitsvermittler rief im Beisein des Mannes bei der Arge an, um bei der zuständigen Fallmanagerin einen Vermittlungsgutschein zu beantragen. Diese Fallmanagerin sagte dem Vermittler „Herr XY ist bei der Arge NICHT gemeldet, somit könne sie das ersuchen NICHT stattgeben“. Der betroffene Mann wollte es nicht glauben und wurde am nächsten Tag (05.01.2008) bei dieser Fallmanagerin vorstellig. Diese Frau holte sofort einen Mitarbeiter dazu, der dann erklärte das NIE ein Antrag auf Leistung bei der Arge eingegangen sei, und somit kein Vermittlungsgutschein ausgehändigt werden kann. Der Betroffene hat darauf hin beim Sozialgericht in Gelsenkirchen eine eA gestellt. Nach 3 Wochen war von der Arge immer noch nichts positives zu hören, wonach dann der Betroffene sich an die örtliche Presse gewendet hat. Diese sagte aber, da es sich um ein schwebendes Verfahren handele, werde sie sich dar raus halten. Also stand der Mann wieder allein da. Nach mehrmaligen Telefonaten mit der Arge und immer wieder die gleiche Aussage“ Kein Antrag, kein Geld“ ist der gute Mann dann am 04.02.2008 zum zuständigen Sachbearbeiter für Geldleistung vorgedrungen. Nach ein paar mehr oder weniger lieben Worten sagte dieser Sachbearbeiter “Ihre Unterlagen sind da, und eine Auszahlung des Geldes wird sofort gemacht“. Der Betroffene hat da wohl noch mal Glück gehabt (obwohl der private Arbeitsvermittler den für ihn bedachten Job nicht mehr anbieten konnte), es lag wohl auch daran das er sich im SGB sehr gut auskennt.

Denn welcher Hartz-IV-Empfänger kennt es nicht? Da wird man dann eingeladen um sich „nette Gesetzesbelehrungen“ anhören muss. Oder man bekommt dann Stellenausschreibungen ausgehändigt, die mehrere Wochen alt und somit schon vergeben worden sind. Aber wehe dem, der sich da trotzdem nicht bewirbt. Sanktionen werden dann SOFORT ausgesprochen.

© 22. Februar 2008 Hermann Stehr

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