Sterbehilfe aus dem Automaten!

Sterbehilfe ist in Deutschland verboten, das ist auch gut so, insbesondere wenn man an die unsägliche Geschichte, die diese Thematik in Deutschland schon hatte, zurückdenkt.

Doch seit dem 25.04.2008 gehen die Wellen der Empörung quer durch Deutschland. An diesem „Schwarzen Freitag“ stellte der Hamburger Ex-Senator Roger Kusch(CDU) einen Automaten vor, den sterbewilligen Menschen den Selbstmord auf Knopfdruck ermöglichen soll. Das Gerät injiziert einen Sterbewilligen eine tödliche Dosis Gift und dieses Verfahren sei sofort einsetzbar, sagte Kusch, und es sei sogar legal! Ein Arzt muss zuvor nur eine Kanüle setzen, auch das sei straffrei, so der Jurist Roger Kusch. Kusch bezeichnet es als „ethisch unverantwortlich“ das Sterbenskranke in die Schweiz fahren müssen, wenn sie sterben wollen, ach die Kirchen meiden das Thema Sterbehilfe. Er selbst handele aus „Nächstenliebe“ und moralischer Verpflichtung.

Bei der „Deutschen Hospiz Stiftung“ nahm man den Vorschlag von Herrn Roger Kusch(CDU) mit einem „schrecken des Grauens“ zur Kenntnis. Elke Simon, Theologin bei der Hospiz Stiftung sagte“ Kusch ist seit Jahren bekannt als jemand, der mit abstrusen Ideen das Thema „aktive Sterbehilfe“ salonfähig machen will. Dies sei eine Provokation um eine Gesetzesänderung herbei zu führen“. Weiter führte Frau Simon aus, das der Wunsch zur Selbsttötung vieler sterbenskranker Menschen ein Hilfeschrei sei. Dieser Hilfeschrei sei zu begegnen, das gehe aber nicht wenn man Beihilfe zum Selbstmord leiste. Stattdessen sei ECHTE Hilfe nötig, und dazu muss man sich die Mühe machen und fragen, welche Gründe der Mensch dafür hat, sterben zu wollen. Meist ist es die Angst allein zu sterben, oder abhängig zu sein von anderen, kombiniert mit der Angst vor Schmerzen. Eine ganzheitliche palliativ-medizinische Hilfe setze da genau an.

Weihbischof Hans-Jochen Jaschke nannte den „Sterbeautomat“ von Herrn Roger Kusch (CDU) ein „makabres Spiel mit dem Tod, überdeckt durch edle Worte von Mitleid und juristisch spitzfindig abgesichert“ Auch der Präsident der Hamburger Ärztekammer, Frank Ulrich Montgomery äusserte sich mit folgenden Worten:“Wir brauchen KEINE Tötungsmaschine, sondern eine Sterbebegleitung und palliativ – medizinische Betreuung, die den Menschen am Ende ihres Lebens Schmerzen und Ängste nimmt“.

Diese Maschine ist die Folge einer Medizin, die ihre Aufgabe NICHT erfüllt; Menschen vor unerträglichem Leid zu schützen. Wie soll sie auch, Schmerz heilende Mittel sind teuer und trotzdem fahren die Ärzte mit der Palliativmedizin fort. Es kostet Geld, viel Geld! Und Geld zählt nun mal in unserer Gesellschaft; und daher ist es kein Wunder wenn der Mensch das Inhumanste überhaupt herbei schwören mag, den Tod per Maschine.

Der Apparat ist grauenhaft, es ist das Ende der Menschheit.

© 01. April 2008 Hermann Stehr

Quellen:
Seliger Tod – cicero.de
Roger Kusch präsentiert seine Tötungsmaschine – welt.de
Senator Roger Kusch und sein Aktbild – abendblatt.de

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