Offener Brief an Herrn Bürgermeister Wolfgang Werner, Datteln

Bürgermeister Wolfgang Werner und Zahlen….

…Oder auch, 2 Welten prallen aufeinander.

Die Stadt Datteln scheint immer mehr im Dreck und Müll zu versinken. Schuld daran sind laut Herr Werner die fehlenden bzw nicht vorhandenen Papierkörbe in Datteln. Laut Herr Werner sollen sich ca 500 Papierkörbe in Datteln befinden. Auch brachte Herr Werner ins Gespräch das an jeder Haltestelle der Vestischen Straßenbahn GmbH sich ein Papierkorb befinden sollte. Ich muss da ausnahmsweise Herrn Werner recht geben, es „SOLLTE“, was aber leider nicht immer der Fall ist. Aber OK, gehen wir doch da einmal etwas genauer ein. In Datteln, d.h. von Horneburg bis Ahsen gibt es 180 Haltestellen, bei ca. ein Drittel der Haltestellen fehlt der Papierkorb, aus welchen Gründen auch immer. Macht also rechnerisch noch 120 Papierkörbe . Fehlen also die von Herrn Werner zitierten 500 noch ca 380! Wo sollen die dann da stehen Herr Werner?

OK, auch da hab ich mich etwas in Datteln(von Horneburg bis Ahsen) umgesehen, d.h. auch die Parks und Kinderspielplätze wurden von mir aufgesucht. Und da komme ich nur auf ca 150 Papierkörbe, mit anderen Worten, es fehlen laut ihrer Schätzung 130 Papierkörbe. Können, bzw. wollen Sie Herr Werner das genauer erklären?

Sie sehen, Herr Werner, dass die von Ihnen aufgestellte Statistik vorne und hinten NICHT stimmen kann! Meine Zahlen könnten natürlich auch etwas abweichen, aber höchstens um 10%. Ich bin aber gerne bereit, mit Ihnen, Herr Werner die gesamte Strecke gemeinsam noch einmal abzugehen! Und dann erklären Sie mir auch bei dieser Gelegenheit, wie Sie da auf 4500 Arbeitsstunden zwecks Reinigung und Entleerung, der Papierkörbe kommen.

Für mich, und auch den AUFGEKLÄRTEN Bürger, sind Ihre Zahlen nur ein Grund um weitere Gebührenerhebungen für die Bürger zu begründen. Sie wollen den Bürger einfach nur abzocken weil die Stadt Datteln, auch durch Ihre Unfähigkeit, pleite ist!

Begründung der Unfähigkeit

Ehemaliges Dörmann-Gelände, ein Fass ohne Boden.

Das zitierte Gelände lag längere Zeit brach. Dann interessierte sich ein Unternehmen aus Dortmund für das Gelände. Es wollte den Ursprung (Fensterproduktion) wieder ausnehmen. Da sollten dann ca. 35 Arbeitsplätze endstehen. Auf dem ersten Blick scheinen 35 Arbeitsplätze nicht viel, aber immerhin hätte die Stadt Datteln denn wenigsten ein paar Steuereinnahmen, Geld was der Stadt vorne und hinten fehlt!

Plötzlich viel den verantwortlichen Mitarbeitern im Rathaus ein, das der städtische Bauhof umziehen soll/muss. Und da kam man dann auf die Idee, sich das Dörmann-Gelände anzueignen. Veranschlagt wurden dazu anfangs 3 Mill. Euro. Jetzt sind schon 3 Jahre ins Land gezogen und man ist schon bei 4,5 Mill. angekommen und ein Ende ist da immer noch nicht in Sicht. Aber das habe ich Ihnen, Herr Wolfgang Werner ja damals versucht, via E-Mail zu erklären, was Sie da falsch machen. Antwort Ihrerseits hab ich aber nie erhalten. Ok, seid neuesten wissen wir ja alle, das Internet für Politiker Neuland ist, das erklärt da dann so einiges.

 

Und dann vor einigen Monaten, ein Unternehmen aus Waltrop wollte sich hier ansiedeln. Das einigste was diesem Unternehmen angeboten wurde, war die verseuchte Fläche vom ehemaligen Ruhr-Zink-Werk! Auf diesem Grundstück wird wohl nie ein Unternehmen sich niederlassen. Es sei denn, Herr Wolfgang Werner, Sie schaffen es, das dieses Grundstück von Grund auf gereinigt wird, aber da schießt ja Ruhr-Zink quer und will nur eine notdürftige Reinigung machen.

Aber zurück zur Anfrage aus Waltrop. Wie wäre es gewesen wenn Sie, Herr Wolfgang Werner sich dafür starkgemacht hätten und denen zB.  das alte Gelände von Speek angeboten hätte.
„2 Fliegen mit einer Klappe, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen und dann auch noch was Gutes für die Optik. Denn ehrlich, wie sieht es denn da so aus? Ok, dass THW hat sich da nun einquartiert.

Hier ergibt sich der Anschein, dass Sie Herr Werner keine Arbeitsplätze schaffen wollen. Ok, nun kommt von Ihnen bestimmt der Einwurf NewPark, aber auch da wird nichts passieren. Es geht noch auf die Zeiten von Herrn Horst Niggemeier zurück und bis heute keinen Schritt weitergekommen?

Schauen Sie doch mal nach Olfen, eine kleine Stadt am Rande des Münsterlandes, schuldenfrei und sogar Überschüsse in ihren Kassen.

Und es wird da munter weiter gebaut von Firmen die sich dort niederlassen. Da müssten Sie, Herr Werner doch neidisch werden. Aber Sie fahren ja munter weiter auf ihrer Schiene Rhein-Zink und Newpark. Aus welchen Gründen auch immer, leider von mir und von vielen anderen, nicht mehr nachvollziehbar.

Denken Sie doch mal darüber nach die Gewerbesteuer zu senken, ein großer Anreiz für Firmen, so hab ich zumindest mal gehört! Und da dann auch Arbeitsplätze entstehen, kommt auch wieder Geld in den maroden Kassen.

Klar das man da auch etwas nachdenken muss, aber das scheint man ja hier in Datteln nicht zu wollen. Einfacher ist es, die Abgaben und Steuern für die Bürger hier zu erhöhen.

Aber nicht nur in Sachen Arbeitsplatzbeschaffung sehe ich hier politische Defizite.  Ich will mal die Dattelner Tafel als Beispiel nehmen. Diese soziale Einrichtung kämpft ums überleben weil es vorne und hinten an Geldern fehlt. Sie ist immer mehr auf Spenden angewiesen.
Dabei ist die Lösung doch so nah.
In Brüssel liegen Gelder bereit die extra für solche Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden. Um es abzuholen bedarf es nur eines Antrages dem das Bundeslandwirtschaftsministerium stellen muss. Aber das wird ja leider nicht gemacht! Die derzeitige Bundesregierung – zuständig ist das Bundeslandwirtschaftsministerium – lässt dieses Geld in Brüssel liegen. Zwei Argumente für das nichts tun, werden da ins Feld geführt. Zum einen gehe es in dem Brüsseler Programm nicht mehr um die Verwendung von Nahrungsmitteln aus Überproduktionsbeständen, sondern um reine Sozialpolitik.

Und zweites, die Antwort ist wortwörtlich;“ Das in Deutschland praktizierte System der Sozialhilfe hat den Anspruch, die erforderlichen Mittel zur Abdeckung des soziokulturellen Existenzminimum zur Verfügung zu stellen“.

Das Sie, Herr Werner, aber direkt die Situation hier erkennen(sollten) was hindert Sie daran, in Berlin noch mal energisch auf den Tisch zu hauen, damit diese Gelder abgerufen werden?

So, Herr Werner, nun sieht man, was und wie Sie von Zahlen verstehen bzw. ignorieren.

 Aber einen hab ich noch. Die Änderungen bei der GEZ führen zu starken Erhöhungen bei der Stadt Datteln. Diesbezüglich hab ich Ihnen ja auch schon im Januar versucht, mehr zu erfahren. Das einzigste was aus dem Rathaus kam, war ein Achselzucken und die Aussage “ja die Erhöhung ist für Datteln nicht gerade wenig“. Genauere Zahlen wurden bis heute auch nicht veröffentlicht!

Sie sehen also, Herr Wolfgang Werner, so kann uns soll man nicht weiter machen.

 

 

 

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